Zahnüberzug als Beissschutz für Hunde: „noch viele offene Fragen“
Viele Medien berichten heute über einen neuen Beissschutz für Hunde, einen Zahnüberzug der Firma Saciri. Die Verhaltenstierärztin Linda Hornisberger untersucht zusammen mit Experten der Universität Bern den „Maulkorb-Ersatz“ momentan in einer Pilotstudie an 4 Hunden.
Viele Medien berichten heute begeistert vom neuen Beissschutz? Was verspricht der Zahnüberzug wirklich?
Linda Hornisberger: Zu meinem Bedauern ist die Berichterstattung ziemlich verherrlichend, obschon die Medien über die an der Vetsuisse Fakultät Bern laufende Pilotstudie informiert wurden. Letztendlich wissen wir noch sehr wenig darüber, ob sich der Beissschutz im Alltag bewährt. Zur Zeit könnte ich mir das Produkt am ehesten als Alternative des Maulkorbes vorstellen, wenn Hunde an der Leine geführt werden. Der Beissschutz ist ein innovativer Ansatz, aber sicher nicht DIE Lösung für das Problem der gefährlichen Hunde. Im Zentrum stehen weiterhin die Sozialisierung des Hundes und die Ausbildung des Halters.
Es wird mehrfach behauptet, Hunde mit dem Zahnüberzug können keine gefährlichen Verletzungen mehr verursachen. Stimmen Sie zu?
Das stimmt so sicher nicht. Der Zahnüberzug verhindert das Eindringen der Schneide- und Eckzähne ins Fleisch. Allerdings sind die hinteren Zähne nicht abgedeckt. Man bedenke, dass Hunde mit diesen Zähnen Knochen zerbeissen! Zudem konnten sämtliche 4 Hunde den Unterkieferteil des Standardmodells auch nach 3-wöchiger Angewöhnungszeit abstreifen. Laut Firma soll dies mit den neuen Standardmodellen nicht mehr möglich sein. Wir hatten auch ernst zu nehmende Hinweise dafür, dass die Hunde den Beissdruck mit dem Überzug eher verstärken und die Beisshemmung eher abnimmt. Dies wäre sehr problematisch und wir wollen dies nun weiter untersuchen.
Der Beissschutz wird als „tierfreundlicher Maulkorb“ präsentiert.
Der Maulkorb schränkt Hunde stark ein. Sie können zum Beispiel nichts mehr im Maul tragen, was mit dem Beissschutz möglich ist. Allerdings speicheln die von uns untersuchten Hunde stark und sie versuchen, den Zahnüberzug wieder abzustreifen. Wie gut sich Hunde daran gewöhnen können, werden erst Langzeitstudien zeigen. Auch lässt sich ein Teil unserer 4 Hunde den Beissschutz nicht gerne einsetzen. Aus diesem Grund scheint mir der Beissschutz für aggressive Hunde ungeeignet; das Einsetzen wäre zu gefährlich.
Was raten Sie einem Hundehalter, der sich jetzt für den Beissschutz interessiert?
Bezüglich der Anwendung und der Wirksamkeit des Beissschutzes sind noch viele Fragen offen. Deshalb rate ich zur Vorsicht. Die Hundehalter sollten sich unbedingt vorab mit einem qualifizierten Verhaltensspezialisten absprechen. Der Beissschutz kann in gewissen Fällen eine gute Lösung sein. Es ist nun wichtig, weiter Erfahrungen zu sammeln und umfassendere Studien durchzuführen, welche zur Zeit in Planung sind.
An der kantonal bewilligten Pilotstudie der Universität Bern sind die Spezialisten Linda Hornisberger, Philippe Roux und Peter Schawalder beteiligt. Leiter der Pilotstudie ist Urs Geissbühler.



Kommentare
Bravo à l'inventeur Saciri et à toute l'équipe qui lui a permis de mettre au point et à commercialiser ce nouvel instrument.
Ceci dit, ce moyen de diminuer la gravité des morsures ne résout rien ni dans l'amélioration du comportement d'un chien agressif, ni dans les compétences de son maître en matière d' éducation canine. Il représente en fait une alternative confortable à la muselière, pour l'instant au conditionnel. Il faut qu'une équipe scientifique indépendante en teste l'efficacité .Si c'est le cas ,c'est vrai que la qualité de vie des chines concernés va s'en trouver améliorer et c'est tant mieux..
Mais qui va équiper spontanément son chien de cet applique dentaire ? Certainement pas les inconscients, les immatures, les rebelles ,les égoïstes qui forment le 95% de la cohorte des propriétaires de chiens ayant provoqué des accidents graves.
Similär kann ein Hund der lernte, dass das Zubeissen Erfolg verbucht (Feedback), lernen, dass es auch noch andere Coping-Strategien gibt, die er nutzen kann.
zu den „noch vielen offenen Fragen“ von Frau Linda Hornisberger
Die Einführung eines innovativen, neuen Produkts auf dem Markt löst in gleichem Umfang wie sie Hoffnungen weckt, auch Ängste aus. Hundebisse, vor allem dann wenn sie gravierende Folgen haben, werden mediatisiert und führen dann häufig zu Überreaktionen oder gar zu neuen Gesetzen und Verboten.
Chance zur Eliminierung eines gesellschaftspolitischen Problems
Die SACIRI AG ist davon überzeugt, dass sie mit dem Zahnüberzug einen wertvollen Beitrag zu dieser Thematik leisten kann. Die Medien haben mit ihren Beiträgen eine landesweite Diskussion ausgelöst und diese ist sehr wichtig. Auch die SACIRI AG will sich an dieser Diskussion beteiligen. Ihr Geschäftsmodell basiert auf dem Dialog. Es wäre für die SACIRI AG viel einfacher gewesen, das Produkt über Grossverteiler auf den Markt zu bringen. Ihre Firmenphilosophie will jedoch, dass Fachleute aller Richtungen die gebotene Chance ergreifen, um die Möglichkeiten des Zahnüberzuges zu nutzen - und um wichtige und nützliche Botschaften für die gesamte Gesellschaft zu verbreiten.
Verantwortungsbewusster Umgang
Der Zahnüberzug ist ein Hilfsmittel, welches den Hundehalter auf gar keinen Umständen von seiner Eigenverantwortung entbindet. Die SACIRI AG empfiehlt jedem Hundehalter, sich ausbilden zu lassen und befürwortet, dass auch in den Schulen junge Menschen vermehrt auf das Zusammenleben mit dem Hund vorbereitet werden.
Die SACIRI AG stimmt mit Linda Hornisberger darin überein, wenn sie schreibt, dass der Zahnüberzug nicht DIE Lösung darstellt. An der Medienkonferenz wurde durch die SACIRI AG klar und deutlich kommuniziert, dass mit dem Zahnüberzug kein Zaubermittel entdeckt wurde, welches Verletzungen jeglicher Art durch Hundebisse verunmöglicht. Es handelt sich jedoch um ein Produkt, welches die Verletzungsgefahr ERHEBLICH einschränken wird und der Zahnüberzug als Beiss-Schutz stellt eine wertvolle Ergänzung zu bereits bestehenden Mitteln dar.
Massive Verminderung von schwerwiegenden Verletzungen
Dass ein spitzes, scharfes Messer schneller und tiefere Verletzungen hervorruft, wenn man sich schneidet, als dies mit einem stumpfen, abgerundeten Messer der Fall ist, leuchtet sicherlich jedem ein. Ähnlich verhält es sich mit der durch den Zahnüberzug abgestumpften Fläche.
Sehr spannende und interessante Mess-Ergebnisse zum Thema Druck und den dazu entstehenden Verletzungen wurden durch die Fachhochschule HES-SO Wallis nach technisch ausgeklügelten mechanischen Prüfungen erstellt. Diese sehr praxisbezogenen Tests sind auf der Internet-Seite der SACIRI AG www.saciri.ch publiziert. Wir bedauern sehr, dass die Pilotstudie mit der Vetsuisse Bern erst seit Ende Januar am Laufen ist und deshalb aufgrund der so kurzen Zeitspanne mit lediglich 4 Testhunden es offenbar schwieriger ist, schon zu gleichen oder ähnlichen Ergebnissen zu kommen.
Studien zu Maulkörben?
Gibt es Studien zu Maulkörben? Uns sind keine bekannt. Es gibt jedoch Berichte über Hunde, die den Maulkorb selbst entfernen konnten und daraufhin folgten schwerwiegende BISSE. Die meisten Hundebesitzer, die in den vergangenen Jahren den SACIRI Zahnüberzug getestet haben, teilten uns mit, dass ihr Hund den Zahnüberzug viel eher toleriert als dies bei einem Maulkorb der Fall ist. Im Gegensatz zu diesem konnte ihr Hund mit dem Zahnüberzug problemlos spielen, trinken und viel „normaler“ sein Sozialverhalten ausleben.
Jahrelange Feldversuche, Volks- und „Hunde-nah“
In den letzten 3 ½ Jahren wurde der Zahnüberzug durch den Erfinder Tim Saciri unter professioneller Begleitung eines Professors der Veterinärmedizin in den verschiedensten Varianten an über 250 Hunden ausgetestet, einige davon über eine längere Zeit. Die Verträglichkeit und die Reaktion der Hunde auf den Zahnüberzug sind so verschieden wie es Hunde gibt. Überdurchschnittlich viele Hunde haben ihn ohne grosse Probleme akzeptiert. Dabei handelte es sich um individuell angefertigte Prototypen auf Mass. Der Übergang zum Standard-Design sollte aufzeigen, wo allfällige Probleme liegen könnten, um eine Serienproduktion zu erlauben. Die 4 Hunde (3 Malinois, 1 Tervueren) welche als Test-Hunde für die Vetsuisse Bern mit diesem Standard-Modell konfrontiert wurden und anschliessend alle anderen Dutzende Testhunde haben uns wertvolle Erkenntnisse geliefert, welche Berücksichtigung in das definitive Modell fanden. Für „schwierige“ Fälle von Hunden (verhaltensauffällig oder verhaltensgestört), die einen besonderen Zahnüberzug tragen sollten, besteht auch die Möglichkeit einer Massanfertigung, welche sogar sämtliche Hundezähne abdeckt.
Zusammenarbeit mit Fachtierärzten/Verhaltensspezialisten
Aus diesem Grund und Dank der Vermittlung durch den Projektleiter der Vetsuisse Fakultät Dr. Urs Geissbühler hat die SACIRI AG Hunde-Verhaltens-Spezialisten verpflichten können, die bereit sind mitzuarbeiten und Hundehalter zu beraten. Die Liste dieser Hunde-Verhaltens-Spezialisten wird in den nächsten Tagen auf der Homepage www.saciri.ch veröffentlicht.
Das ganze SACIRI Team freut sich auf die Diskussionen, die hoffentlich alle darauf hinaus münden werden, dass das Zusammenleben zwischen Mensch und Hund entspannter wird.
Auch hofft die SACIRI AG, dass nächste Woche ein Bundesgesetz zu diesem Thema verabschiedet und in den Kantonen bald einmal das Rassenverbot aufgehoben wird.
Bettina Mattia
SACIRI AG
Einmal mehr wurde hier ein Produkt erfunden zum Wohle des Menschen und nicht zum Wohle des Tieres. Mit Symptombehandlung kennt sich die Menschheit bestens aus. In jüngster Zeit sind zum Glück einige dieser Erfindungen wieder verboten worden. Erschreckend war die Anzahl der Hundehalter die sich mittels dieser „Hilfsmittel“ bedient haben um „ihr“ Problem zu lösen.
Ich möchte mich bei Frau Dr. Horrisberger für ihre ehrlichen Worte bedanken. Genau die Themen die sie anschneidet haben mich nach der Sendung bewegt. Schlussendlich muss ein Problem an der Wurzel gepackt werden. Ich persönlich würde mich freuen, wenn diese Prothese so schnell nicht auf den Markt kommt. Das Umdenken der Hundehalter sollte gefördert werden und nicht Marktschreierische Artikel, die die Hundewelt nicht braucht.
Das ist wie mit dem Feurzeugen mit Kinderschutzsicherung, geben sie die mal einem Behinderten in die Hand, er kann sie nicht mehr bedienen, aber Hauptsache die Eltern müssen die nicht mehr wegräumen, Verantwortung für ihre Kinder tragen!
Es ist wie mit den aufgezwungenen Hundekursen, die auch jahrelange Verantwortungsbewusste Hundehalter, ja selbst Ausbilder nur weil sie nicht ins Schema F passen mit jedem neuen Hund machen müssen! Dann sollte wohl auch bald jeder der sich ein neues Auto kauft, gleich nochmals die Fahrprüfung ablegen!
Wie weit sind wir denn schon heute, keine Eigenverantwortung wir mehr erwartet, man findet für alles eine Lösung, nur die Lösung die Artgerecht und ein Miteinender ist, scheint keiner mehr zu brauchen!
Auch das Rassenverbot ist wenn man die Statistiken ansiehtein völliger danebengriff, passieren doch die meisten Beissunfälle, mit dem "Familienhund" Labrador, und dass auch nicht weil sie die gefährlichsten Hunde sind, sondern nur am meisten vertreten! Kinder sollten mit Hunden nicht alleine gelassen werden und Hundebesitzer müssen lernen Ihre Hunde in jeder Situation im Griff zu haben. Verantwortung heisst das Zauberwort!
Offenbar ist dieser Schutz aus ethologischer bzw. verhaltensbiologischer Sicht nicht geprüft worden.
Jeder Verhaltensmediziner, der auf dem heutigen Stand ist, wird sehr grosse Fragezeichen dahinter setzen.
Man versetze sich in die Situation eines Hundes, der mit seinem Verhalten Probleme hat und Angstaggressionen zeigt - wofür er nämlich nichts kann:
Und jetzt wird diesem Hund zwei- bis sechsmal täglich ins Maul gegriffen, um dieses unangenehme Ding zu montieren und demontieren. Was für ein Stress für diesen Hund, der ja schon ohne Beissschutz ein Stressproblem hat.
Und der Halter?
Er wird sich in vermeintlicher Sicherheit wiegen und mit seinem Hund wieder Orte und Umgebungen aufsuchen, in denen sein Hund unnötigen Stressituationen ausgesetzt ist.
Er wird den Hund unbedacht in heikle Situationen hineinführen, sodass es - dann eben mit Beissschutz etwas weniger schmerzhaft - zum Beissvorfall kommen kann.
Von harten Gutzis, die wohl kaum mit diesem Schutz zu verzehren sind, will ich gar nicht sprechen.
Dieser Beissschutz ist eine weitere Massnahme, die auf Kosten des Hundes geht und dem Menschen kaum etwas nutzt. Es gibt weit bessere Massnahmen, wenn man die Zahl der Beissvorfälle reduzieren will. Dabei geht es primär darum, einem verhaltensproblematischen Hund eine möglichst stressfreie Umgebung zu geben und ihn nicht in heikle Situationen hineinzuführen.
Ich denke, dass unser Parlament besser ein Gesetz zum Schutz der Hunde vor Menschen ins Leben ruft als eine Hundegesetz, wie es morgen Dienstag im NR zur Debatte stehen wird.
Einmal mehr muss wieder das Tier dran glauben und die Unfähigkeiten des Menschen "ausbaden".
Den Ausführungen von Roman Huber schliesse ich mich an.
Informiert doch bitte mal die Öffentlichkeit, dass das Ding eben NICHT sicher ist! Informiert doch die Öffentlichkeit darüber, was in dieser Studie bereits in Erfahrung gebracht wurde! Ganz zu Schweigen davon, dass die Studien noch lange nicht abgeschlossen sidn! Für mich ist das leichtsinnig und verantwortungslos!!!! Reine Geldmacherei, mehr nicht! und das mal wieder auf Kosten armer Hunde! Mag gar nicht daran denken, welche Auswirkungen das haben wird!
Schaltet doch mal euren gesunden Menschenverstand ein! Mahatma Gandhi's Zitat, welches auf der Hompage Saciris steht, ist bestimmt nicht so zu verstehen! Eine Frechheit und Respektlosigkeit!
Verdammt wütende, traurige und enttäuschte Grüsse!
an Herrn Roman Huber und an all diejenigen, die sich offenbar nur sehr einseitig über den SACIRI Zahnüberzug informiert haben
Es freut uns, dass Sie sich mit dem Zahnüberzug SACIRI auseinander setzen. Vorwegnehmen möchten wir gerne, dass wir den SACIRI Zahnüberzug in über 3.5 Jahren an mittlerweile über 250 Hunden getestet haben (die Vetsuisse Bern hat erst seit Januar 2009 eine Pilotstudie mit nur 4 Hunden am Laufen...) - und dies mit ausserordentlich erfreulichen Ergebnissen. Diese im täglichen "Hundeleben" durchgeführten Tests sind für uns nebst den mechanisch-technischen Prüfungen der Fachhochschule Westschweiz HES-SO ausschlaggebend, da die Hunde jeweils in ihrem gewohnten Umfeld und nicht in simulierten Situationen den Zahnüberzug trugen.
Uns erstaunen die "sehr grossen Fragezeichen" sehr, die jeder Verhaltensmediziner gemäss Aussage v. Hr. Huber hinter den Zahnüberzug SACIRI im Hinblick auf eine ethologische bzw. verhaltensbiologische Prüfung dahinter setzen wird. Nach sämtlichen Erkenntnissen, die wir in nun fast 4 Jahren von Hundebesitzern und Fachpersonen, auch Wissenschaftern, zusammengetragen haben, ist ein Maulkorb KEINE ideale Lösung für einen Hund. Der Hund staut Aggressionen an, kann weder gleich gut trinken, spielen noch seinen Sozialkontakt ausleben, wie dies mit dem Zahnüberzug der Fall ist. Ganz zu schweigen von der Angst, die ein Maulkorb-tragender Hund bei den Mitmenschen auslöst. Liegen aussagekräftige wissenschaftliche/ethologische/verhaltensbiologische Prüfungen des Maulkorbes vor? Falls ja, bitten wir höflich, uns diese zukommen zu lassen. Denn bis zum heutigen Tag ist auch Fachpersonen nichts in diese Richtung bekannt.
Sie schreiben von Hunden, die ohne Beissschutz schon ein "Stressproblem" haben. Die SACIRI AG empfiehlt jedem Hundehalter, der einen verhaltensauffälligen oder verhaltensgestörten Hund hat, sich auf alle Fälle vor dem Bezug eines Zahnüberzuges mit einem Fachtierarzt/Verhaltenstherapeuten in Verbindung zu setzen. Wir haben nie irgendetwas Gegenteiliges empfohlen.
"Unangenehmes Ding"? Auch hier können wir uns auf die vielen Erfahrungsberichte von Hundehaltern stützen, die uns bestätigen, dass ihr Hund den Zahnüberzug weitaus lieber trägt, als dies bei einem Maulkorb der Fall ist. Der Hund kann damit spielen, trinken, sogar weiches Futter zu sich nehmen und seinen Sozialkontakt normal ausleben. Somit erübrigt sich wohl, was das kleinere "Übel" darstellt. Gleich wie es von einem Eishockeyspieler toleriert wird (oder von den Zuschauern zugemutet) für kurze Zeitspannen einen Zahnschutz zu tragen, gleich sollte es die Gesellschaft auch einem Hund "zumuten", den Zahnüberzug präventiv in bestimmten Situationen zu tragen um dadurch schwerwiegende mögliche Verletzungen zu eliminieren.
Ganz sicher wird sich der VERANTWORTUNGSBEWUSSTE Hundehalter nicht in vermeintlicher Sicherheit wiegen und nur wegen dem Zahnüberzug WIEDER Orte und Umgebungen aufsuchen, in denen sein Hund unnötigen Stresssituationen ausgesetzt ist. Der Zahnüberzug SACIRI soll präventiv und situationsbezogen dem Hund eingesetzt werden, wenn die Gefahr eines Bisses durch den Hund erhöht ist. Wie viele Fälle sind uns bekannt von Familien mit Kleinkindern - und Hund. Liebe Hunde, gute, brave Familienhunde, die aber - ohne dass sie ein "Stressproblem" haben - eines der Kinder schnappten im Spiel, weil das Kind auf seinen Schwanz stand oder dem Hund sonstwie irritierte oder ihm weh machte - ungewollt. Für Kinder ist die Grenze zwischen Spielzeug, Stofftier und Hund oft nicht sehr klar gezogen. Studien zeigen auf, dass praktisch 70% der medizinisch versorgten Beiss-Unfälle zu Hause beim Hund oder Hundehalter passieren.
Nun, haben sie eine ethologische oder verhaltensbiologische LÖSUNG für genau solche Fälle??? Einem vernünftig denkenden Menschen sollte sein Kind, welches dank dem Zahnüberzug in solchen Situationen keine tiefen Bisswunden mehr hat das Tragen desselben durch seinen Hund zumutbar sein, oder sehen Sie dies anders?
Aus all diesen (und noch viel mehr, die wir hier jedoch aus Platzgründen nicht aufführen) Gründen stellt der Zahnüberzug als Beiss-Schutz sicherlich keine Massnahme dar, die auf Kosten des Hundes geht und dem Menschen kaum etwas nutzt! JEDEN Beiss-Vorfall, der durch den Zahnüberzug vermieden oder eliminiert werden kann, betrachten wir sogar als SEHR GROSSEN NUTZEN für die Gesellschaft und schlussendlich auch für das "Image", welches auf dem Hund lastet!
Wir stimmen mit Ihnen überein, dass es noch andere Massnahmen gibt, um die Zahl der Beissvorfälle zu reduzieren. Da Sie jedoch primär verhaltensproblematische Hunde ansprechen (wir dagegen jeden "normalen" Haushund ohne Verhaltensauffälligkeit oder -aggression), erübrigt sich für uns hier eine Stellungnahme, da wir - nochmals wiederholt - diesem Problemkreis von Hunden ganz klar die Konsultation eines Tierfacharztes bzw. Verhaltenstherapeuten empfehlen.
Es wäre wünschenswert, dass durch unsere Darlegung die Sichtweise all derer die Sie ansprechen ein wenig geöffnet wird und sich nicht ausschliesslich auf die "Problemfälle" der Hunde bezieht.
Eine Antwort möchten wir gerne noch all denen geben, die die "Industrialisierung" dieses Produktes anprangern: Jeder Zahnüberzug wird mit Top-Qualitätsstandard an Material und Werkzeug aus der Human-Medizin produziert. Es wird in der Schweiz produziert, die Arbeitsplätze werden hier geschaffen. Angebote, die der Erfinder von umliegenden Ländern (!) erhalten hat, wurden abgelehnt. Die SACIRI AG wählte den aufwendigeren Weg über einen Online Shop statt über Grossverteiler (von denen ebenfalls Angebote vorliegen).
Mit diesem Produkt trägt die SACIRI AG einen Teil-Beitrag zur Lösung eines gesellschaftspolitischen Problems bei. Vielleicht öffnet diese Antwort all die Geister, denen ein wenig Weitsicht fehlt. Es wäre erfreulich.
Einen Nachteil des Zahnüberzuges konnten wir bis jetzt feststellen: Er bringt festgefahrene Strukturen in Bewegung und alle müssen wohl neu über die (ihre) Bücher.
Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit und stellen uns gerne einem weiteren Dialog.
Mit freundlichen Grüssen
SACIRI AG
Bettina Mattia
Liebe Frau Mattia
Ihre Bereitschaft für den weiteren Dialog nehme ich gerne wahr. Nur: Ich lasse mir nicht gerne "fehlende Weitsicht" vorwerfen!
Wenn etwas ohne Weitsicht ist, keine langfristige oder nachhaltige Lösung bietet, dann ist es dieser Beissschutz.
Ich habe volles Verständnis dafür, dass man sich für ein Produkt, von dem man überzeugt ist, einsetzt, wenn man daraus einen wirtschaftlichen Profit ziehen kann.
Wenn es möglich wäre, würde ich gerne mit den 250 getesteten Hunden darüber sprechen, oder mit einem Verhaltensmediziner, der in Praxis und Theorie von Hunden auf dem neusten Stand ist.
Wie weit ein Maulkorb in speziellen Situationen unangenehmer ist als dieser Beissschutz, ist eigentlich irrelevant. Speziell kann unter Umständen ein Tierarztbesuch sein, die Visite beim Hundecoiffeur (sofern nötig). Ich glaube kaum, dass hier der Beissschutz die Alternative ist.
Wenn ein Hundehalter jedoch für den normalen Alltag seinem Hund einen Beissschutz anziehen muss, dann sollte er schnellstmöglich entweder den Hund an einen besseren Platz geben oder seinen Alltag gründlich verändern. Nochmals: Man führt einen Hund nicht in eine Situation hinein, in der man davon ausgehen muss, dass er beissen könnte. Alles andere ist verantwortungslos und gegenüber dem Hund unfair. Mit Beissschutz animieren Sie Hundehalter geradezu, dies doch zu tun. Es kann einmal eine überraschende Situation, die man aber mit geeigneten Massnahmen bewältigen kann.
Wenn Eltern kleine Kinder haben und diese mit dem Hund spielen lassen, wenn dieser zuzuschnappen pflegt, dann sind sie verantwortungslos. Ein Hund ist und bleibt kein Spielzeug, auch nicht in der heutigen Gesellschaft!
Ich bin ein vernünftiger Mensch und befasse mich intensiv mit dem Thema Hunde. Darum rate ich diesen Eltern ebenfalls, den Hund besser wegzugeben, als ihn mit diesem Zahnschutz zu stressen. Nochmals: Der Hund weiss nicht, warum man ihm dieses Unding einsetzt.
Wir müssen endlich aufhören, den besten Freund des Menschen (seit rund 14'00D0) zu drangsalieren, indem wir ihn aus reinem Egoismus im Alltag permanent überfordern und ihn nicht ein hundegerechtes Leben leben lassen. Darum gibt es nur eine verününftige Lösung: Die Hundehalter müssen lernen, dass man den Hund nicht in Situation hineinführt, in denen er für Menschen oder andere Hunde gefährlich werden könnte. Man lernt dies, in dem man seine natürlichen "Warnsignale" in einer guten Hundeschule erkennen lernt und ihn rechtzeitig aus einer heiklen Lage herausführt, bevor es zur Eskalation kommt. Das gilt für Hunde mit Angstaggressionen oder ähnlichen Verhaltensproblemen wie für ganz "normale" Hunde. Wenn unsere Gesellschaft aber soweit geht, dass man jetzt auch einem solchen "normalen Haushund" einen Beisschutz anziehen soll, und wenn sie dabei noch glaubt, ein gesellschaftspolitisches Problem zu lösen, dann ist sie wirklich krank!
Frau Mattia, ich zweifle nicht an der Topqualität dieses Materials. Mir geht es an dieser Stelle darum, den Hund vor dem Menschen zu schützen. Für all jene, die einen fairen und tierschutzgerechten Umgang mit dem Hund unterstützen und auch leben, dürfte ich alle Ihre Argumente hiermit wohl zur Genüge wiederlegt haben.
1. eine viel grössere Beisskraft als der Mensch hat
2. eine andere anatomische Form der Zähne wie der Mensch.
3. z.B. ein breiter Fang, sowie ein Hund der die Beisskraft von sich bereits kennt sicher einen Arm eines Kindes ohne Probleme "durchdrückt" oder quetscht mit dieser Schiene.
Des weiteren finde ich es bedenklich, dass wieder der geringste Weg des Widerstands gesucht wird. Soll es wieder zu Gunsten der Bequemlichkeit des Hundehalters eine Lösung geben, statt das Problem beim Schopfe zu packen. Ich frage mich wo führt die Geschichte hin mit unseren Hundehaltern und deren Hunde?!
Ich bin ebenfalls Zahntechnikerin mit 12-jähriger Berufserfahrung, dabei muss ich Sie aufklären, dass eine Michiganschiene rein gar nichts mit diesem Produkt zu tun hat. Ich betone, in keinem jeglichen Zusammenhang verglichen werden kann!
Eine Knirschschiene wird dann hergestellt, wenn beim Patienten eine überhöhte Abrasionsgefahr besteht. Dabei wird das Kaugelenk entlastet und die Zahnokklusion wird nicht mehr abgenutzt, sondern das Material der Michiganschiene.
Bei der Knirschschiene handelt es sich um ein Hartkunststoff PMMA und hierbei wird ein FDA geprüftes, mit thermoplastähnlichen, sehr weichen Bestandteilen verwendet. Dieses löst in keiner Weise Reaktionen aus oder Risse. Auch wie Sie schreiben Löcher, sind bei diesem Verfahren und dieser Anwendung überhaupt nicht möglich.
Zu Ihrer Bemerkung wegen der erhöhten Beisskraft, muss ich Sie informieren, dass Spezialisten einer renommierten Fachhochschule das erste Mal Tests über die Beisskraft eines Rottweilers durchgeführt haben. Bei 2’000 N käme es zum Bruch der Eckzähne.
Hier können Sie diese Tests einsehen (Rubrik WISSENSWERTES): www.saciri.ch
Durch die etwas andere anatomische Form der Zähne des Hundes, fällt auch logischerweise der Schaden so massiv aus. Durch den länglichen Aufbau und die scharfen Inzisalspitzen ist es ihm ermöglicht, tief ins Gewebe einzudringen, bis auf die Knochen und nur schon mit den Eckzähnen Muskelmasse zu zerfleischen.
Beim Einsetzen der SACIRI Zahnüberzüge wird das Eindringen abgefangen und es kommt zu höchstens einer Quetschung. Der Zahnüberzug ist deshalb in der Lage, wegen seines speziell für den Hund entwickelten Designs, diese Kräfte abzufangen. Es kommt zu einer Druckverteilung und Eliminierung, welche ohne Beissschutz drastische Folgen hätte. Es ist wichtig zu unterscheiden, dass es sich hierbei um zwei verschiedene Anwendungsverfahren und Gebiete handelt (Mensch oder Hund).
Wir in unserem Labor stellen seit Jahren Sportschutze für Profi-Sportler her. Ist es für Sie nicht verwunderlich, dass diese Leute trotz der harten Schläge, noch ein intaktes Oralsystem haben? Ihr Schutz kann bis zu 5'000 N abfangen – dies nur als kleiner optischer Vergleich…
Unsere Testhunde tragen seit über 3 Jahren einen SACIRI Zahnüberzug im Ober- und Unterkiefer. Er ist sehr leicht, fein in seiner Ausführung und weist keinerlei scharfe Spitzen und Kanten auf. Natürlich interessiert es mich als Zahntechnikerin, ob dieser Zahnüberzug eine genügende Friktion und auch Tragekomfort aufweist. Hier kann ich jeden beruhigen, denn durch den anatomischen sehr langen Aufbau und die dementsprechende Krümmung der Zähne ist dies in jedem Fall gewährleistet. Die Hunde, die ich in diesem Projekt begleiten durfte, haben sich nach einigen Tagen mit wenig Training gut daran gewöhnt.
Es ist traurig zu lesen, dass jemand aus diesem Fachgebiet so wenig über die Zahnheilkunde und deren Anwendungsgebiete versteht.
Genau wir, welche mit ähnlichen Grundmaterialien im Alltag zu tun haben, dürfen nicht irreführende Informationen verbreiten und den unwissenden Hundehaltern verunsichern!
Bei uns Fachleuten der Zahnheilkunde oder aus dem Medizinbereich sollte menschliches und tierisches Wohlbefinden oberste Priorität haben.
Wieso sollte ein Hundbiss menschliches Leben auf allen Seiten dermassen verändern?
Auf der einen Seite Hundehalter, welche Ihre Hunde über alles lieben, aber wegen eines tragischen Vorfalls den Hund ggf. einschläfern müssen und auf der Gegenseite Menschen oder andere Lebewesen, welche nicht nur wegen den Schmerzen leiden müssen. Sondern aufgrund eines Hunde-Bisses auch mit psychischen Problemen kämpfen und eingeschüchtert und verunsichert werden.
Denken Sie nicht, dass das Leben der 2 Kleinkinder, welche vor kurzem beide ins Gesicht gebissen wurden, neben der schmerzhaften Erfahrung, auch durch ein geschwächtes Selbstbewusstsein eingeschränkt sein wird?
Ich bin kein Psychologe, aber mein gesunder menschlicher Verstand sagt mir, die werden vielleicht lebenslang mit diesem Tag konfrontiert werden. Auch in unserer Zeit sind wir noch weit davon entfernt, ein menschliches Gesichtsteil naturgetreu zu kopieren.
@rusha:
Denken Sie nicht, dass das Leben der 2 Kleinkinder, welche vor kurzem beide ins Gesicht gebissen wurden, neben der schmerzhaften Erfahrung, auch durch ein geschwächtes Selbstbewusstsein eingeschränkt sein wird?
Wie belastend eine Situation ist hängt von der Vorhersagbarkeit, Beeinflussbarkeit und dem Ausmass ab. Da für besagtes Kind weder eine Vorhersage noch Beeinflussung möglich war, würde eine Traumatisierung dennoch zu befürchten sein wenn der Hund diese Beisschiene getragen hätte.
@rusha:
Unsere Testhunde tragen seit über 3 Jahren einen SACIRI Zahnüberzug im Ober- und Unterkiefer. Er ist sehr leicht, fein in seiner Ausführung und weist keinerlei scharfe Spitzen und Kanten auf. Natürlich interessiert es mich als Zahntechnikerin, ob dieser Zahnüberzug eine genügende Friktion und auch Tragekomfort aufweist. Hier kann ich jeden beruhigen, denn durch den anatomischen sehr langen Aufbau und die dementsprechende Krümmung der Zähne ist dies in jedem Fall gewährleistet. Die Hunde, die ich in diesem Projekt begleiten durfte, haben sich nach einigen Tagen mit wenig Training gut daran gewöhnt.
@hundenase:
Mir geht es eher um den common sense und der Respekt der Kreatur gegenüber. 1% aller 500 000 Hunde in der Schweiz haben zugebissen (von Diensthunden bis zu ethopathischen Hunden). Das ist traurig, doch verglichen mit dem Haushalt, Strassenverkehr oder Tote durch mangelnde Ernährung vernachlässigbar. Vergleichen sie wie leicht sie an einen Hund kommen und wie wenig passiert, und wie schwer es ist an einen Führerausweis Kat. B Schaltgetriebe zu kommen und wie viel im Strassenverkehr passsiert.
@roman huber:
Die Hundehalter müssen lernen, dass man den Hund nicht in Situation hineinführt, in denen er für Menschen oder andere Hunde gefährlich werden könnte. Man lernt dies, in dem man seine natürlichen "Warnsignale" in einer guten Hundeschule erkennen lernt und ihn rechtzeitig aus einer heiklen Lage herausführt, bevor es zur Eskalation kommt. Das gilt für Hunde mit Angstaggressionen oder ähnlichen Verhaltensproblemen wie für ganz "normale" Hunde.
@hundenase:
Dem schliesse ich mich an. Für mich ist nicht der Hund sondern die Situation gefährlich. Ein Hund kann sozial kompetent Intentionsverhalten (Knurren) zeigen, versteht der Adressat das nicht, ist eine Verletzung zu besorgen. Daher muss der Hundehalter die Situation überwachen, und auch mal intervenieren; ob beim Hund oder auch beim Mensch.
@saciri:
Der Zahnüberzug SACIRI soll präventiv und situationsbezogen dem Hund eingesetzt werden, wenn die Gefahr eines Bisses durch den Hund erhöht ist. Wie viele Fälle sind uns bekannt von Familien mit Kleinkindern - und Hund. Liebe Hunde, gute, brave Familienhunde, die aber - ohne dass sie ein "Stressproblem" haben - eines der Kinder schnappten im Spiel, weil das Kind auf seinen Schwanz stand oder dem Hund sonstwie irritierte oder ihm weh machte - ungewollt.
@hundenase:
Die Traumatisierung des Kindes ist dennoch zu befürchten; auch mit Beissschutz. Die Kind Hund Beziehung wird auch nicht gerade gefördert durch solche Zwischenfälle. Da nützt ein Beissschutz auch nur wenig. Zudem: Was ist mit den Hundehaltern die gegenüber der Gesellschaft despektierlich auftereten? Die benützen eure Erfindung nicht. Also werden immer noch Tausende verletzt werden da die Behörde nicht Remedur schaffen kann, in einer Gesellschaft wo Verantwortung delegiert wird - z.B. an den Beissschutz wird die Sicherheit delegiert die fortan nicht mehr der Halter trägt.
Und wie kam es zu dem Vorfall mit den 2 gebissenen Kindern? Warum lese ich immer nur "Hund beisst Kind" ohne irgendwelche Erklärungen dazu?
Wird es jetzt bald heissen "Hund mit Beissschutz beisst Kind, ohne Beissschutz wäre es tot"? Auch wieder ohne genaue Angaben?
Dieser Beissschutz ist also theoretisch für alle Hunde gedacht, die nicht verhaltensgestört sind? Warum? Entziehen wir jedem Autofahrer, vorsorglich mal die Fahrerlaubnis, weil Autofahren zu Unfällen führen kann.
Wie wäre es nebst einer Ausbildung der Hundehalter auch unserer kommenden Generation - den Kindern - beizubringen, wie die einzelnen Tierarten sich verhalten. Welche "Waffen" sie tragen und wie wir uns benehmen, damit möglichst nichts passiert. Heutzutage lernen Kinder alles über Computer und nichts über unsere Welt.
Es gibt Studien darüber, dass tierquälende Kinder später zu Gewalt am Menschen neigen. Tierschutz ist Menschenschutz und Bildung ist in meinen Augen tausend mal schützender als jeder Beissschutz für Hunde.
Und zu den angeblich fehlenden Maulkorbstudien kann ich nur sagen, ein gut angepasster und antrainierter Maulkorb verhindert Bisse, und zwar zu 100 %!
Kann das der Beissschutz auch?
LG Yvonne
Es geht nicht darum, dass der Laie sich nicht bewusst ist, wieviel Beisskraft eine Schiene aushält oder aus welchen Materialien sie besteht.
Die Schiene erfüllt einzig und alleine eine weniger gravierende Verletzung. Obwohl ich sicher bin, dass ein Biss eines kräftigen Hundes in den Arm mit Schiene nicht schöngeredet werden sollte.
Sie schneiden das Thema Hundebiss im Gesicht eines Kindes an. Denken Sie, dass dieses Erlebnis für ein Kind weniger traumatisch ist, wenn der Hund eine Schiene trägt? Ich würde es nicht darauf ankommen lassen!
Die meisten Beissunfälle mit Kindern passieren übrignes im eigenen Umfeld, wo der Hund zur Familie gehört. Und genau dort sollte man ansetzen und an die Eltern appelieren, die die Verantwortung von Kind und Hund tragen. Dabei sollte nicht nur die Erziehung des Hundes eine Rolle spielen, sondern auch die der Kinder. Denn auch schon kleineren Kindern kann beigebracht werden, wie sie sich zu Verhalten haben im Umgang mit Hunden und anderen Lebewesen.
In diese Richtung wird auch schon viel Arbeit geleistet von Institutionen, welche Kindergärten und Krippen besuchen.
Hunde beissen übrigens meistens auch nicht einfach zu (aus jedem Hund muss jetzt nämlich nicht auch gleich ein Monster gemacht werden), sondern fühlen sich gerade von Kindern oft beträngt. Da sie sich nicht anders wehren können als mit den Zähnen, kommt es dabei zu Unfällen, die hätten vermieden werden können, hätte man die Zeichen des Hundes vorher schon erkannt.
Dann kommt hinzu, dass Hunde sich mit der Schiene sicher nicht wohl fühlen, weil sie ja nicht wissen, weshalb sie so ein Ding tragen müssen. Die Konsequenz könnte auch sein, dass Hunde dadurch Frust schieben und erst recht dazu neigen aggressiv zu reagieren. Dies ist nämlich nebst Unsicherheit unter Anderem auch ein Grund, wieso Hunde zu Aggressivität neigen können.
Der immer noch beste Beisschutz ist der Umgang, die ordentliche Erziehung des Tieres !!!
Schon der Einsatz dieser Prothese versetzt das Tier in eine Stresssituation und ich denke, das ein 60 Kilo Hund wohl auch mit den Hütchen gehörig Schaden anrichtet, wir reden hier nicht von ein paar Kilo, wir reden von TONNEN an Beisskraft.