Nur 0.2 % beträgt gegenwärtig die Rate neugeborener PI-Kälber. Auf 1000 neugeborene Kälber kommen also 2 permanent Infizierte (PI-Tiere). Das ist wenig, aber es ist nicht nichts. Es bedeutet, dass das Programm zur Ausrottung der BVD weiter geht. Und es bedeutet insbesondere, dass die geltenden Weisungen sorgfältig und genau befolgt werden müssen.

Doch seit einiger Zeit berichten uns Tierärzte und Tierärztinnen immer häufiger, dass Tiere aus gesperrten Beständen verstellt oder verkauft wurden, bevor ihre Testresultate bekannt waren. Seit Januar wurden mehr als 2500 gesperrte Kälber umplatziert. So etwas kann schwerwiegende Folgen haben. In diesem Stadium des Ausrottungsprogramms hatten viele junge Tiere nie Kontakt mit dem BVD-Virus – das ist ja eben das Ziel des Programms.  Doch wenn jetzt ein PI-Kalb in einen Betrieb eingeführt wird, können diese jungen Tiere neu mit BVD infiziert werden und – wenn sie tragend sind – wieder neue PI-Kälber zur Welt bringen – und schon beginnt der teuflische Zyklus von vorn! Dazu kommt, dass sich die Tiere in diesen Sommertagen häufig auf der Alp befinden. Es braucht nicht viel Fantasie, um sich den Schaden auszudenken, den ein einziges unentdecktes PI-Tier auf einer Alp anrichten kann.

Damit so etwas nie geschehen kann: Bleiben Sie wachsam. Lassen Sie Ihre Kälber testen – auch die Mastkälber. Warten Sie die Testresultate Ihrer Kälber ab, bevor Sie diese verstellen. Befolgen Sie die Sperrmassnahmen. Sonst gefährden Sie die ganzen Anstrengungen, die Sie und andere schon zur Ausrottung der BVD geleistet haben.

Weitere Informationen zur Krankheit : www.stopbvd.ch