Auch künftig gemeinsam gegen Tierseuchen
In den vergangenen Wochen, ja Jahren, haben wir intensiv über die Blauzungenkrankheit und vor allem über die Impfung diskutiert. Heute haben wir unseren Vorschlag veröffentlicht, wie wir 2010 vorgehen wollen. Der Vorschlag deckt sich in der Stossrichtung mit der Forderung, die von den grossen Tierhalterorganisationen und vom Schweizerischen Bauernverband formuliert worden sind: 2010 soll grundsätzlich ein Impfobligatorium gelten mit der Möglichkeit für Ausnahmen.
Dieses Vorgehen können wir uns in der heutigen guten Seuchenlage erlauben. Im 2009 gab es bislang in der Schweiz keine Ansteckung mit der Blauzungenkrankheit. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass wir diese gute Seuchenlage nur erreicht haben, weil wir 2008 und 2009 konsequent und flächendeckend geimpft hatten. Ziel für die Massnahmen im kommenden Jahr bleibt es deshalb, diese erfolgreichen Präventionsmassnahmen zu konsolidieren.
Die Diskussionen der vergangenen Monate haben für die Zukunft etwas klar gemacht: Auch bei kommenden Herausforderungen müssen wir schweizweit einheitlich gegen Tierseuchen vorgehen. Diese Solidarität war bisher immer unser Erfolgsrezept und mit der aktuell laufenden Ausrottung der Bovinen Virus Diarrhoe, kurz BVD, zeigen wir, dass dies auch heute noch möglich ist. Andere Beispiele sind die Schweinekrankheiten EP/APP, die Ziegenkrankheit CAE, die Rinderkrankheiten IBR und BSE.
Wir werden die Fähigkeit zum gemeinsamen Handeln auch künftig immer wieder brauchen. Unzählige Seuchen sind nur wenige Fahr- oder Flugstunden von der Schweiz entfernt. Ich denke etwa an die Afrikanische Pferdepest. Durch die Klimaveränderungen können exotische Tierseuchen und Zoonosen auch bei uns auftreten. Dabei sind wir besonders gefordert, wenn wir wie bei der Blauzungenkrankheit vorsorglich handeln: Massnahmen gegen eine neue Seuche, deren Auswirkungen die Tierhaltenden in der Schweiz noch gar nicht kennen, sind besonders schwer zu vermitteln. Durch Vorsorge lässt sich aber viel Tierleid und grosse finanzielle Schäden und Unsicherheiten verhindern – Vorsorge ist zentral! Wir werden 2010 und in den Jahren darauf die Voraussetzungen schaffen, um wirksam gegen kommende Tierseuchen vorgehen zu können. Gesunde Tiere sind und bleiben eine Stärke der Schweizer Landwirtschaft.
Weitere Informationen unter www.bluetongue.ch


Kommentare
Gesunde Tiere können nur durch entsprechende Haltung und Fütterung eine Stärke der Schweizer Landwirtschaft bleiben! Gebt den Landwirten ein ausreichendes Einkommen, dann haben sie auch genug Zeit sich wieder intensiv ihren Tieren zu widmen! Dort wo sich "Seuchen" niederlassen, stimmt etwas mit der Haltung nicht und nur dort muss angesetzt werden, da nützen alle Spritzen der Welt nichts!!
Ich begrüsse es sehr, dass Sie die Tiergesundheit als so zentrales Thema ansehen: dies ist auch meine Meinung. Doch; können Sie mir garantieren, dass gerade DURCH den unnatürlichen Fremdeingriff eines Impfstoffes mit diversen hochgiftigen Substanzen unsere Tiere gesund bleiben? Das kann ich echt nicht glauben. Haben Sie sich je die Mühe gemacht, den Beipackzettel und die damit verbundenen negativen Nebenerscheinungen dieser Substanzen unter die Lupe zu nehmen?! Können Sie hier und jetzt unterschreiben, dass keine künftige Tiergeneration an den (an den nicht absehbaren) Folgen der Impfkampagnen leiden wird? Fraglich, sonst würden Sie zukünftig keine solchen Lobreden über die flächendeckenden Impfkampagnen schwingen. Oder sonst lassen Sie wenigstens wissenschaftliche (UNABHÄNGIGE) Gegendarstellungen zu, die bisher offensichtlich systematisch im Keim erstickt worden sind (im wahrsten Sinne des Wortes). Mein Gesuch über eine Impfbefreiung ist jedenfalls schon vorbereitet!
Somit wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihrer "Solidarität" (die wir als Nicht-Impfer offenbar ja auch teuer bezahlen werden!) und rufe möglichst viele Berufskollegen auf, es mir mit einer Ausnahmegesuchstellung gleich zu tun! Und, vergessen Sie nicht, dass auch immer mehr Konsumenten auf dieses Thema senibilisiert sind und keinesfalls hinnehmen werden, wie wir systematisch unsere Nahrungsmittel unnötig belasten. (PS: Was tun Sie, wenn zu viele solche Gesuche gestellt werden? Wird das ein Kontingent a la "first come, first serve" geben? An ihrer Stelle würde ich schon mal die Polizeikorps aufstocken, die all die Landwirte festnehmen sollen, die sich bei einem erneuten Obligatorium verweigern werden.)
Können Sie das Beweisen? In Österreich wurde nur einmal Geimpft, (einmal ist keinmal Sagt Eure Amtsstelle)und die Blauzungenkrankheit ist nicht stärker aufgetreten als bei uns. Sie Schreiben(Gesunde Tiere sind und bleiben eine Stärke der Schweizer Landwirtschaft.)Gesunde Tiere sind für mich Tiere die mit Ihrem eigenen Immunsystem in der Lage sind die Krankheit durchzumachen. Diese Tiere die eine solche Krankheit nicht überstehen sind meiner Meinung nach auch mit einer Impfung nicht Gesunde Tiere. Wenn alles Vorbeugend behandelt wird, entstehen schon vorgängig grosse Kosten
die jeder Bauer zu bezahlen hat ob er will oder nicht.
Durch solche Vorbeugenden massnahmen geben wir den Chemielaboren die Möglichkeit Krankheiten mit den Impfungen schneller und besser zu verbreiten als es in der Natur je möglich wäre.
Da werden Krankheiten zu Seuchen und die Bekämpfung obligatorisch erklärt und schon hat man die Bauern im Griff. Das ist doch wie im Mittelalter!
Und nun das Neuste, dass diejenigen die nicht impfen für die Anderen zahlen sollen und doch alles selber tragen. Wenn es nicht so traurig wäre könnte man es ja als Schildbürgerstreich werten.
Sind wir in China wo alles von oben geschluckt wird? Wehe dem der nicht spurt! Mir kommt es je länger so vor.
Doch ich werde mich wehren genau so wie beim Feuerbrand als uns die "Fachleute" so "gut beraten" haben?
Hoffentlich denken noch viele gleich....
Solidaritätsbeitrag ? Erinnert mich an die Zeiten als man einen Ablass kaufen konnte. Ich werde demnächst ein gesuch an die Kapo stellen, dass wenn ich anfangs Jahr 500.- fr. einzahle, ich dann so schnell fahren könnte wie ich will. Bin dann keine Gefahr mehr für die Anderen!
Bis heute wurde doch jeder Impfverweigerer als Gefahr dargestellt. Bezahle und bist keine Gefahr mehr.