Erstmals EIA bei Pferden in Grossbritannien seit 1976
Bei zwei aus Rumänien importierten Pferden wurde die Equine Infektiöse Anämie (EIA) entdeckt. Die Laboruntersuchungen fanden im Rahmen der Importkontrollen statt. Wie das Departement for Environment, Food and Rural Affairs (DEFRA) mitteilte, sind dies die ersten Fälle seit 1976. Die beiden Pferde mussten getötet werden. Nachuntersuchungen bei weiteren Tieren laufen.
Der Import von Pferden in die Schweiz aus einem EIA-Betrieb in Deutschland endet dagegen gut – siehe Meldung vom 10. Dezember 2009. Auch in den Nachuntersuchungen zeigte sich, dass keines der Tiere EIA hat. Sämtliche Restriktionen in den Kantonen Zürich und Thurgau konnten aufgehoben werden.
Die Schweiz ist frei von EIA. Weltweit ist die Krankheit jedoch verbreitet. Sie kommt in Osteuropa und in Italien häufig vor und auch unsere übrigen Nachbarländer melden immer wieder einzelne Fälle – letztmals im 2008 in Deutschland und Frankreich. Die Viruskrankheit kann bei betroffenen Tieren zu hohem Fieber, Blutarmut, starker Abmagerung und manchmal gar zum raschen Tod führen. Oft entwickeln die Pferde jedoch kaum Symptome – sie bleiben aktiv, fressen gut, aber verlieren ohne ersichtlichen Grund Gewicht. Die Krankheit wird mechanisch von Bremsen, Fliegen oder Mücken übertragen. Da sich die Insekten nur schwer bekämpfen lassen, ist auch die Krankheit nicht leicht in den Griff zu kriegen. Im Seuchenfall müssen deshalb betroffene Tiere rasch getötet werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Die EIA kann die Schweiz jederzeit treffen. Tierhaltende und Tierärzte sollen deshalb wachsam sein, auf Symptome achten und es ist empfohlen, bei Importen je nach Herkunftsland die Tiere vor dem Import testen zu lassen. Für Menschen ist die EIA nicht gefährlich.
Weitere Information zur Equiner Infektiöser Anämie (EIA) finden Sie hier.


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