Der heutige Morgen an der CITES – Konferenz wirkte irgendwie bekannt: Man sprach über Haie und insbesondere über den Vorschlag der USA, drei Arten von Hammerhaien in den Anhang II aufzunehmen. Und die Diskussionen glichen denen vom letzten Donnerstag über die Blauflossen–Thunfische aufs Haar. Die Hammerhaie teilen mit den Thunfischen die Eigenschaft, viel Geld wert zu sein. Die Fischerei bedroht mit ihren Fängen zur Zeit das Überleben dieser Arten. Die wissenschaftlichen Daten dazu sprechen eine klare Sprache. Aber wie bei den Blauflossen-Thunfischen stellen sich die Fischereinationen auf den Standpunkt, dass die CITES nicht die richtige Organisation sei, um diese Arten zu schützen. Man müsse sich vielmehr auf die Fischerei-Organisationen verlassen, um zu einer nachhaltigen Befischung zu finden.

Aber genau diese Organisationen haben bis anhin in dieser Aufgabe versagt: Wie bei den Blauflossen-Thunfischen nehmen auch die Bestände dieser Haie ab. Sie im Annex II von CITES aufzunehmen, hätte diesen bedrängten Arten einen zusätzlichen Schutz geboten und bestimmt auch geholfen, die negativen Auswirkungen der Fischerei zu begrenzen. Nach langen Diskussionen kam die nötige 2/3-Mehrheit nicht zustande: die Hammerhaie werden nicht im Anhang II aufgenommen. Dasselbe gilt für den Weissspitzen-Hochseehai. Diese zwei Entscheide bestätigen, was sich schon nach den Diskussionen um die Thunfische abzeichnete: Die Fischereinationen sind nicht bereit, kommerziell wertvolle Fischarten dem Schutz der CITES anzuvertrauen. Die Diskussionen von heute Nachmittag werden wohl mit ähnlichen Resultaten enden: kein zusätzlicher Schutz für die vorgeschlagenen Haiarten.