CITES-Konferenz zu Ende - Bilanz durchzogen
Die Schweizer Delegation zieht nach der Konferenz eine durchzogene Bilanz: CITES schafft es bisher nicht, sich als Instrument zur Regelung eines nachhaltigen Handels mit Meeresorganismen, insbesondere für mengen- und wertmässig bedeutendene Firscharten, durchzusetzen. Die Interessenslage der grossen Fischerei- und Konsumnationen lassen es bisher nicht zu, diese Ressourcen nachhaltig zu bewirtschaften.
Stark polarisiert waren auch die Diskussionen um den Elfenbeinhandel. Kaum gewichtet wurde dabei die Tatsache, dass die nachhaltige Bewirtschaftung dieser „Ressource“ den afrikanischen Staaten nicht unbedeutende Mittel zum Unterhalt der Pärke, zur Kompensation der durch Elefanten angerichteten Schäden in der Landwirtschaft und zur Bekämpfung der Wilderei einbringen könnte. Umgekehrt fehlt bisher jeglicher Nachweis, dass der in klar definiertem Rahmen legalisierte internationale Handel mit Elfenbein zur Gefährdung der Elefantenbestände beiträgt. Diese werden hauptsächlich durch schlechte Gouvernanz in den afrikanischen Staaten gefährdet – eine These, welche auch durch das Faktum erhärtet wird, dass illegales Elfenbein aus Arealstaaten der asiatischen Elefantenpopulation nur in unbedeutenden Mengen gehandelt wird.
Positiv zu werten sind die Entscheide für einen besseren Schutz kommerziell bedeutender Hölzer wie das Rosenholz oder das Palo-Santo-Holz. Auch gab es mehrere Entscheide für einen wirksamen und gut kontrollierbaren CITES-Vollzug. So hat die Schweiz das von ihr entwickelte elektronische Bewilligungsverfahren vorgestellt. Auf Basis des Schweizer Systems eCITES wird nun in einem Pilotprojekt mit Grossbritannien ein internationales Clearing System für das Bewilligungsverfahren getestet. Dieses Projekt stösst auf grosse Beachtung. Die für die Einführung eines papierlosen Bewilligungsverfahrens und Vollzugs notwendigen Änderungen der Resolutionen wurden angenommen.

