In den Niederlanden wütet das Q-Fieber, auch Coxiellose, genannt. Die Fallzahlen nehmen seit zwei Jahren ständig zu. Viele Betriebe mit Schafen, Ziegen und Rindern sind betroffen und über 2000 Menschen haben sich angesteckt. Um weitere Ansteckungen des Menschen möglichst einzudämmen, sollen nun mehrere Tausend trächtige Schafe und Ziegen getötet werden. Seit Anfang 2009 werden zudem Schafe und Ziegen gegen die Coxiellose geimpft. Die Frage drängt sich auf: Wäre solches auch in der Schweiz möglich?

Auch in der Schweiz werden jedes Jahr einige Dutzend Fälle von Coxiellose bei Rindern, Schafen und Ziegen entdeckt. Die Fallzahlen sind seit Jahren ähnlich. Ein Seuchengeschehen wie in den Niederlanden gibt es in der Schweiz aktuell nicht. Für die Zukunft ausschliessen lässt sich solches jedoch nicht.

Die Fälle in der Schweiz werden meist bei Untersuchungen von gehäuften Aborten entdeckt. Die Abklärungen sind wichtig: Kommt es bei Rindern, Schafen oder Ziegen zu gehäuften Aborten, müssen diese dem kantonalen Veterinäramt gemeldet und untersucht werden, unter anderem auf Coxiellose. Dies ist zum einen so vorgeschrieben. Die Abortuntersuchungen sind jedoch auch der beste Schutz für den Betrieb und den Tierhalter. Eine Bekämpfung der Coxiellose ist nicht generell vorgeschrieben. Massnahmen sind jedoch in Betrieben sinnvoll, die schwer betroffen sind.

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