Der Sommer hat die Schweiz fest im Griff, die Temperaturen erreichen dieser Tage Höchstwerte. Die einen freuen sich, geniessen das Bad im See und die lauen Grillabende, die anderen stöhnen ob der Hitze - nicht alle vertragen sie gleich gut. Das gilt nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Tiere. Hunde und Kühe zum Beispiel können saumässig unter der Hitze leiden, vor allem wenn ihre Besitzer Grundlegendes nicht beachten. Unverantwortliche Hundehalter, die ihren Hund bei grosser Hitze im Auto lassen und seinen Tod riskieren, gibt es leider immer wieder.

Hunde haben keine Schweissdrüsen, sie können nicht schwitzen. Statt dessen hecheln sie, was das Zeug hält, das ist ihre Art sich abzukühlen. Ein hechelnder Hund verliert Flüssigkeit,  es ist deshalb wichtig, dass er genug zu Trinken bekommt. Auch sonst kann man als Hundebesitzer einiges tun, dass die Hitze für den Hund nicht gefährlich wird, sondern zum aushalten ist. Er fühlt sich vielleicht nicht gerade pudelwohl, aber die Hundehitze ist nicht mehr ganz so quälend.

Ein paar Tipps: Man sollte seinem Hund bei sommerlichen Temperaturen tagsüber einen möglichst kühlen Platz gönnen. Ausgedehnte Spaziergänge sind auf den frühen Morgen oder den Abend zu beschränken. Wenn ein Hund überhitzt ist, kann es zu Erbrechen, Durchfall, Taumeln oder Krämpfen kommen. Ist das der Fall, muss der Hund sofort gekühlt werden, mit nassen Tüchern zum Beispiel. Man sollte sicherheitshalber auch zum Tierarzt. Als Besitzer achtet man am besten auf erste Anzeichen: Wenn der Hund stark hechelt und sich hinlegt, dann muss man das ernst nehmen. Er signalisiert, dass er nicht mehr mag – oder sogar schon nicht mehr kann.

Rindviecher sind nicht ganz so hitzeempfindlich wie Hunde, aber auch sie vertragen Kälte wesentlich besser als Wärme. Kommt zur Hitze noch eine hohe Luftfeuchtigkeit hinzu, kommen Kühe in einen Hitzestress. Hecheln, ein erhöhter Herzschlag und ein schweissnasses Fell sind deutliche Anzeichen, dass eine Kuh unter der Hitze leidet. Wenn die Kuh am Verdauen ist oder Milch produziert, entsteht zusätzliche Wärme. Es kommt zu einem natürlichen Schutzreflex: Damit sie nicht noch heisser hat, frisst die Kuh weniger und produziert weniger Milch. Ein Bauer mit Hochleistungskühen kann deshalb nur daran interessiert sein, dass die hohen Temperaturen die Tiere nicht allzu sehr plagen. Er muss für Abkühlung sorgen. Eine gute Durchlüftung mittels offener Türen und Fenster, Ventilatoren oder auch eine Sprinkleranlage können helfen. Schattenplätze auf der Weide sind sowieso Pflicht.

Pferde gehören zu jenen Tieren, die Temperaturschwankungen relativ gut verkraften. Aber auch sie können einen  Hitzschlag erleiden. Unnötige Transporte, enge Verhältnisse und schlecht durchlüftete Ställe sind zu vermeiden.

Wer nicht sicher ist, wie es um sein Haustier in Sachen Hitzeverträglichkeit steht und was es allenfalls zu beachten gilt, erkundigt sich am besten auf www.tiererichtighalten.ch oder bei einer Fachperson.